Ein neuer Kletterwürfel für die Tagesschule Heubeeribüel in Zürich
Am Schulhaus Heubeeribüel in Zürich hat die Vertical Technik AG einen individuell geplanten Boulderspielplatz aus sieben miteinander verbundenen Kletterwürfeln realisiert. Die neue Kletteranlage verbindet Klettern, Queren, Balancieren, Rutschen und freies Bewegungsspiel auf einer kompakten Fläche.
Die dreidimensionale Anlage wurde speziell für den Standort am Heubeeriweg 30 entwickelt. Neben unterschiedlich ausgerichteten Kletterflächen und zahlreichen Klettergriffen verfügt sie über zwei Rutschstangen aus Chromstahl. Die gewählten Farben Birkengrau, Resedagrün und Goldgelb fügen die Kletterwürfel harmonisch in die grüne Umgebung des Schulareals ein.
Eine neue Bewegungslandschaft für das Schulhaus Heubeeribüel
Das Schulhaus Heubeeribüel in Zürich wird von Schülerinnen und Schülern der 1. bis 6. Primarklasse sowie von Kindergartenkindern besucht. Mit dem neuen Kletterwürfel erhielt das Schulareal ein attraktives Bewegungsangebot, das unterschiedliche Altersgruppen anspricht und zahlreiche Spielideen ermöglicht.
Klettern fördert auf spielerische Weise Kraft, Koordination, Beweglichkeit, Gleichgewicht und räumliches Denken. Gleichzeitig können Kinder ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen, individuelle Wege entdecken und gemeinsam neue Bewegungsabläufe entwickeln.
Die Anlage gibt dabei keine einzelne Route vor. Je nach Erfahrung, Körpergrösse und persönlicher Idee können die Nutzerinnen und Nutzer unterschiedliche Wege über und entlang der Kletterwürfel wählen.
Von der ersten Idee zum individuellen Boulderspielplatz
Ausgangspunkt des Projekts war der Auftrag, für das Schulhaus Heubeeribüel einen attraktiven, langlebigen und vielseitig nutzbaren Boulderspielplatz zu entwickeln.
Das mit der Planung beauftragte Architekturbüro R. Bizzarri GmbH kontaktierte die Vertical Technik AG aufgrund der bereits realisierten Kletteranlage beim Schulhaus Brunnenhof in Zürich. Diese Referenz bot den Projektverantwortlichen die Möglichkeit, einen vergleichbaren Kletterwürfel im realen Schulumfeld zu besichtigen und Erfahrungen aus einem bestehenden Projekt in die neue Planung einfliessen zu lassen.
In enger Abstimmung mit der Bauherrschaft und dem Architekturbüro entwickelte Vertical Technik verschiedene Lösungsvorschläge. Dazu gehörten dreidimensionale Visualisierungen, Grundrisse, Seitenansichten sowie Varianten mit unterschiedlichen Anordnungen und Zusatzelementen.
Die Visualisierungen zeigten frühzeitig, wie sich die Kletteranlage in den bestehenden Aussenraum integrieren würde. Gleichzeitig konnten Aufbau, Dimensionen, Bewegungsabläufe, Fallräume, Farben und Ausstattungsvarianten vor der Fertigung beurteilt und gezielt weiterentwickelt werden.
Sieben Kletterwürfel als dreidimensionale Kletterlandschaft
Die realisierte Anlage besteht aus sieben miteinander verbundenen Kletterwürfeln. Sie ist ungefähr 6,50 Meter lang, 2,80 Meter breit und 2,50 Meter hoch.
Durch die versetzte und teilweise erhöhte Anordnung der einzelnen Module entstand keine gewöhnliche Kletterwand, sondern ein dreidimensionaler Boulderspielplatz mit unterschiedlichen Neigungen, Übergängen und Bewegungsrichtungen.
Die Kletterwürfel bieten unter anderem folgende Möglichkeiten:
- auf verschiedenen Flächen nach oben klettern,
- die Anlage seitlich queren,
- zwischen den einzelnen Würfeln wechseln,
- unterschiedliche Kletterrouten entdecken,
- Gleichgewicht und Koordination trainieren,
- eigene Bewegungsfolgen entwickeln,
- gemeinsam klettern und spielen,
- die Anlage über zwei Rutschstangen verlassen.
Die frei angeordneten Klettergriffe ermöglichen verschiedene Routen und Schwierigkeitsstufen. Dadurch bleibt die Anlage langfristig interessant und bietet sowohl jüngeren Kindern als auch geübteren Nutzerinnen und Nutzern passende Herausforderungen.
Zwei Rutschstangen erweitern das Spielangebot
Auf Wunsch der Bauherrschaft wurde die Kletteranlage mit zwei zusätzlichen Rutschstangen aus Chromstahl ausgestattet. Sie ergänzen die klassischen Kletterbewegungen um eine weitere Möglichkeit, die Anlage zu verlassen.
Die Rutschstangen schaffen zusätzliche Bewegungsabläufe und machen den Kletterwürfel auch für Kinder interessant, die zwischen Klettern, Festhalten, Drehen und Rutschen wechseln möchten.
Chromstahl eignet sich aufgrund seiner Robustheit, Korrosionsbeständigkeit und angenehmen Haptik besonders gut für dauerhaft beanspruchte Bauteile im öffentlichen Aussenraum.
Individuelle Farben für den Standort in Zürich
Die Farbgestaltung war ein wichtiger Bestandteil des Planungsprozesses. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro und der Bauherrschaft wurden verschiedene Farbtöne und Kombinationen geprüft und in den 3D-Visualisierungen dargestellt.
Für die grossen Flächen wurden alternierend Birkengrau und Resedagrün gewählt, während die kleineren Flächen in Goldgelb ausgeführt wurden.
Birkengrau sorgt für eine ruhige und helle Grundwirkung. Resedagrün nimmt die Farben der umgebenden Vegetation auf. Die goldgelben Flächen setzen gezielte Akzente und machen die geometrische Struktur der Anlage gut erkennbar.
Das Ergebnis ist ein eigenständiges, freundliches Erscheinungsbild, das sich harmonisch in den Aussenraum des Schulhauses Heubeeribüel einfügt.
Sonneneinstrahlung bereits in der Planung berücksichtigt
Im Planungsprozess wurde auch die Erwärmung der Oberflächen bei direkter Sonneneinstrahlung thematisiert. Die Projektverantwortlichen hatten zuvor eine bestehende dunklere Anlage besichtigt und dabei festgestellt, dass sich exponierte Oberflächen an sonnigen Tagen deutlich erwärmen können.
Deshalb wurden für das Schulhaus Heubeeribüel bewusst hellere und mittlere Farbtöne geprüft. Helle Oberflächen können einen Teil der Sonnenstrahlung stärker reflektieren als sehr dunkle Flächen. Sie verhindern eine Erwärmung jedoch nicht vollständig.
Wie warm eine Oberfläche wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung
- Tages- und Jahreszeit
- Lufttemperatur
- Ausrichtung der einzelnen Fläche
- Farbe und Material
- Wind und natürliche Kühlung
- vorhandene Bäume oder andere Beschattung
- Dauer der direkten Berührung
Die Farbwahl wurde deshalb als Teil einer gesamtheitlichen Standortbetrachtung verstanden und nicht als alleinige Lösung gegen hohe Oberflächentemperaturen.
Nutzung bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen
Outdoor-Kletteranlagen sind ganzjährig der Witterung ausgesetzt. Regen, Feuchtigkeit, Frost, Verschmutzungen oder Laub können die Nutzungseigenschaften beeinflussen.
Eine strukturierte Oberfläche unterstützt die Griffigkeit, kann aber nicht verhindern, dass Flächen und Klettergriffe bei Nässe rutschiger werden. Die Anlage muss deshalb immer entsprechend den aktuellen Witterungsverhältnissen, der Beschilderung und den betrieblichen Vorgaben genutzt werden.
Regelmässige Kontrollen und Reinigungsarbeiten tragen dazu bei, Verschmutzungen, Algen, Laub oder andere Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.
Schweizer Planung, Konstruktion und Fertigung
Die Kletteranlage wurde von Vertical Technik individuell für den Standort entwickelt. Die Arbeiten umfassten unter anderem:
- Beratung und technische Abklärungen
- Entwicklung verschiedener Varianten
- dreidimensionale Visualisierungen
- Grundrisse und Seitenansichten
- Abstimmung der Ausstattung
- Farb- und Materialberatung
- Werk- und Detailplanung
- Konstruktion der Tragstruktur
- Herstellung der Bauteile
- Vorbereitung der Kletterflächen
- Transportkoordination
- Montage am Schulhaus Heubeeribüel
Diese durchgängige Bearbeitung ermöglichte es, gestalterische Wünsche, technische Anforderungen und die Bedingungen des Standorts frühzeitig aufeinander abzustimmen.
Bildergalerie
Transport und Montage der Anlage
Einweihung mit vollem Einsatz
Vom Referenzprojekt Brunnenhof zur neuen Lösung
Die bereits realisierte Kletteranlage beim Schulhaus Brunnenhof in Zürich spielte bei der Projektentwicklung eine wichtige Rolle. Dort konnten die Verantwortlichen der Stadt Zürich das Kletterwürfel-Konzept in einer bestehenden Schulanlage besichtigen.
Das Projekt Heubeeribüel übernahm das bewährte Grundprinzip, wurde jedoch vollständig an den neuen Standort angepasst. Die siebenteilige Anordnung, zwei Rutschstangen und die eigens entwickelte Farbkombination machen die Anlage zu einer individuellen Lösung.
Damit zeigt das Projekt, wie Erfahrungen aus einer bestehenden Referenz genutzt werden können, ohne eine Anlage einfach zu kopieren. Jeder Standort erhält eine auf seine Fläche, Nutzergruppen, Umgebung und gestalterischen Anforderungen abgestimmte Planung.
Vielen Dank für die konstruktive Zusammenarbeit
Wir danken Immobilien Stadt Zürich, dem Amt für Hochbauten der Stadt Zürich und dem Architekturbüro R. Bizzarri GmbH herzlich für das Vertrauen und die angenehme, lösungsorientierte Zusammenarbeit.
Von der ersten Anfrage über die Variantenentwicklung und Farbwahl bis zur Werkplanung und Montage wurde das Projekt gemeinsam weiterentwickelt. Der neue Kletterwürfel am Schulhaus Heubeeribüel zeigt, wie aus einer ersten Idee eine unverwechselbare Bewegungsanlage für den Schulalltag entstehen kann.
Projektdaten
- Projekt: Kletterwürfel Schulhaus Heubeeribüel
- Standort: Heubeeriweg 30, 8044 Zürich
- Quartier: Fluntern/Zürichberg
- Kanton: Zürich
- Land: Schweiz
- Bauherrschaft: Immobilien Stadt Zürich / Amt für Hochbauten
- Architektur und Projektplanung: Architekturbüro R. Bizzarri GmbH
- Planung und Realisierung der Kletteranlage: Vertical Technik AG
- Anlage: Sieben miteinander verbundene Kletterwürfel
- Abmessungen: ca. 6,50 × 2,80 × 2,50 m
- Ausstattung: Zwei Rutschstangen aus Chromstahl
- Farbgestaltung: Birkengrau, Resedagrün und Goldgelb
- Oberfläche: Strukturierte HPL-Aussenplatten
- Maximale Fallhöhe: unter 3 m
- Normative Grundlage: EN 1176
- Gesamtgewicht: ca. 800 kg
- Montage: August 2026 mit Kran-LKW
- Koordinaten: 47.38153, 8.56572
Standort
Schulhaus Heubeeribüel
Heubeeriweg 30
8044 Zürich
